Das Leben

Ziel eines sinnvollen Lebens ist es, den Ruf der inneren Stimme zu hören und ihm zu folgen.

(Hermann Hesse)

 

Es geht genau darum geerdet zu werden, die Tiefe und Schwere des Lebens zu würdigen, sie nicht länger zu übergehen, sie als einen selbst-verständlichen Teil unseres Lebens zuzulassen und zu erfahren. Eine ideologische, von oben gegebene Spiritualität führt nie zum Leben.

 

Tränen, Schmerzen, Leid, Trauer sind der eine Teil des Lebens, er muß ernst genommen werden. Der andere Pol ist Leichtigkeit, Freude, Fröhlichkeit, Hoffnung, Vertrauen, Liebe.  Wer sich weigert, der eigenen Traurigkeit, dem eigenen Schmerz, der eigenen Wut, Angst, Eifersucht, Enttäuschungen ins Auge zu schauen, der wird auch keine Freude erleben. Nur wer Gefühle zulässt und ihnen auf den Grund geht, wird in seinem Inneren auch die Freude finden.

 

Der Mensch

Derjenige ist weise, der mit wenigem zufrieden ist. Einer der sich an dem freut, was vorhanden ist und nicht hadert.

 

Die stärkste Droge für den Menschen ist der andere Mensch. Die Biologie kennt kein Erfolgsdenken, wie es die Wirtschaft beherrscht. Gene sind nicht egoistisch, im Gegenteil, sie sind auf Kooperation ausgerichtet. Derjenige der seine Schwächen kennt, ist "größer" als der, der die Engel sieht.

 

Erst das Eingeständnis meiner Ohnmacht, meiner Machtlosigkeit, kann ich für Gott, die Höhere Macht öffnen. Ich muß mich mit meinen Wunden und meinem Peiniger aussöhnen, die mir den Weg zu meinem "Schatz" zeigen. Dort wo ich verwundet bin, bin ich auch ganz ich selbst. 

Wir lernen mehr durch unser Scheitern und Versagen als durch unsere Erfolge. Wenn ein Mensch sich überwiegend über Leistung definiert, dann fehlt es im i.d.R. an Urvertrauen und Geborgenheit.

 

Den Teufel nicht mit dem Beelzebub austreiben funktioniert nicht. Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Jeder kann an seinem Kreuz zerbrechen oder daran wachsen.

 

Die Einsamkeit, wenn Sie da ist, aushalten, um die Erfahrung zu machen, daß vieles von dem da ist, was wir bei anderen oder im Außen suchen. Im Schmerz, der Angst oder der Trauer können wir uns selbst begegnen, dort ist unser größter "Schatz", wenn wir durch das Gefühl hindurch-gehen. Um das eigene Ideal aufrecht zu erhalten, verdrängt man seinen Schatten und projiziert ihn auf andere(s), über die oder das man dann schimpft und sich entrüstet.

 

Der Mensch kommt nur zu sich, wenn er still wird. Wer nicht still ist, kommt auch nicht mit sich selbst in Berührung, spürt sich nicht, lässt sich vom Außen bestimmen und lenken. Viele Einflüsse von Außen machen den Menschen krank.

 

Der gelassene Mensch lässt die Dinge wie sie sind, er muß nicht immer was ändern bzw. er lässt das Leben wie es ist. Ich muß nicht ständig an mir herumändern, mich anpassen, ich bin schon gut so wie ich bin.

 

Das Alter

Ältere Menschen schauen mehr auf das Innere als auf die äußere Welt. Instinktiv bereiten Sie sich damit auf die Ablösung von der materiellen Welt vor. Die westlichen Gesellschaften verkennen diesen Zusammenhang. Das Alter rückt die Maßstäbe zurecht. Wenn man jung ist, denkt man oder stellt sich vor, was man alles tun kann, wenn man älter oder "alt" ist. Wenn man dann älter oder "alt" geworden ist, stellt man fest, daß man die Dinge gar nicht mehr tun will. Dieser Mensch hat sich mit seinem Alter ausgesöhnt.

 

Die Freiheit

Das innere Kind ist das wahre Selbst in uns, das göttliche Kind, unser höheres Selbst, unser wahres Selbst oder die göttliche Instanz in uns. Dort sind wir wirklich frei, ungebunden, verbunden mit uns, authentisch und mitfühlend, ganz bei sich, voller Liebe und Empathie, einfach mit allem und allen verbunden.

 

Das Herz

Man sieht nur mit dem Herzen gut, der Rest ist für das Auge unsichtbar.

Wenn ich mein Herz in der Begegnung öffne und mich anderen zuwende, dann erlebe ich das Geschenk der Begegnung.

Barmherzig ist, wer sein Herz für die Unglücklichen und Armen hat, für die Verstoßenen, die ohne Hoffnung sind. Ich kann auch ein Herz für  mich haben, wenn ich unglücklich bin, für das arme und unglückliche in mir. 

 

Das Glück

Das Glück ist in uns selbst! Wir können das Glück nicht festhalten, es wird uns immer wieder geschenkt.

 

Am glücklichsten sind wir wenn wir mit Kindern oder Tieren arbeiten oder zusammen sind, anderen helfen, im Garten arbeiten, wenn wir malen oder schreiben, Musik hören oder musizieren bzw. singen. Angeborene Glücksgefühle sind der Duft von Heu, Vogelgezwitscher, plätscherndes Wasser und der Anblick von Vegetation. 

 

Kern des Glücks, der sein zu wollen, der man ist. Abschied nehmen von Illusionen z.B. perfekt sein zu wollen, vollkommen, unsterblich, der Beste, der Größte, der Intelligenteste und der Erfolgreichste sein zu wollen. 

 

Unsere Aufgabe ist es nicht andere glücklich zu machen. Ich kann nur den Rahmen setzen, damit des gelingen kann.

 

Die Natur

Die Natur verspricht nichts, aber sie schenkt alles. Die Natur trägt das therapeutische Prinzip in sich.

 

Das Ego und das Selbst

Wer sein Ego loslässt, regelmäßig, mach sich innerlich frei.

 

Das Ego kommt nie zur Ruhe, es will immer glänzen, bestimmen und alles haben. Es ist harte Arbeit es loszulassen, immer und immer wieder. Ohne das Ego können wir aber nicht existieren. Es drückt sich oft in vielen Illusionen aus, die wir uns im Leben gemacht haben, wo wir dachten wir hätten alles im Griff und unter Kontrolle und wir alles erreichen können, wenn wir wollen. 

 

Das Kind kann mir sagen wo meine Leidenschaft ist, meine Begeisterung, wenn ich verschiedene Wege ausprobiere und dabei für mein inneres Kind offen bleibe. Z.B. Tanzen, Singen, Malen, Basteln, Sport, Bewegung, Bücher, Theaterspielen, Gesellschaftsspiele. Ich muß mich mit meinen Wunden und meinem Peiniger aussöhnen, die mir den Weg zu meinem "Schatz" zeigen. Dort wo ich verwundet bin, bin ich auch ganz ich selbst.

Das Ego ist das falsche Selbst. Es weiß nicht wie man liebevoll ist. Sein Ziel ist es uns gegen das Alleinsein zu schützen. Es ist der Teil in uns, der kritisch, vorwurfsvoll, anklagend, verängstigt, ärgerlich, gelangweilt, hilflos und defensiv ist. Es ist der lieblose Erwachsene und das ungeliebte, verlassene Kind in uns. Es ist immer abhängig von Bestätigung und schafft somit Co-Abhängigkeit.

 

Das Ego lebt in der Vergangenheit und in der Zukunft.

 

Jedes Mal wenn wir versuchen etwas zu bekommen oder etwas zu machen, dann sind wir in der Zukunft, in unserem Ego. Alle Schwierigkeiten, die wir mit unserem Partner haben, sind solche, die wir mit uns haben. Wer am Ego festhält, erlebt den Tod als Kampf. Der Orgasmus ist ein kleiner Tod und verlangt ein Loslassen vom Ich.

 

Spiritualität

Willst du "Gott" erkennen, lerne vorher Dich selber kennen. Die Spiritualität von unten heißt, was wir aus den Scherben des Lebens machen, die darnieder liegen, wie wir damit umgehen und daraus was Neues formen. Die Spiritualität von unten beschreibt die therapeutischen Schritte, die der Mensch gehen muß, um zu seinem wahren Wesen zu kommen. Auf der anderen Seite ist der spirituelle Weg, der über die Erfahrung des Scheiterns zum Gebet, zum Schrei aus der Tiefe und zu einer tiefen "Gottes-Beziehung" führt. Spiritualität von unten hat was mit Gefühlen und Bedürfnissen, Gedanken und Leidenschaften zu tun. Diese müssen angeschaut werden, damit wir dem wirklichen "Gott" begegnen können. Die Tür zu "Gott", oder wie wir ihn verstehen, ist Meditation, Dankbarkeit, Demut, Hingabe an die Dinge, die ich tue, Eingeständnis der eigenen Unvollkommenheit, es alleine nicht zu schaffen sowie im Hier-und-Jetzt zu sein. Der Weg zu "Gott", höhere Macht, Natur etc. führt über den Abstieg in die eigene Dunkelheit (C.G. Jung), in das Unbewusste, in die ureigene irdische Hölle. In der Stille in unserem Leben begegnet uns "Gott", wie wir ihn verstehen.

 

Spiritualität befreit zum Leben, macht einen bereit zum Leben und ermöglicht uns besondere Erfahrungen zu machen.

 

Therapie bietet Erklärungen, Spiritualität Vergebung. Spiritualität handelt deshalb von Idealen und von Hoffnung. 

 

Glaube und Hoffnung

Im Glauben ist Bewusstsein und Geist vereint.

Glaube ist Vertrauen auf eine Person, aber letztendlich ist es das Gottvertrauen, das Vertrauen in die höhere Macht.

 

Bewusstsein

 

Wir können vieles durch unser Bewusstsein beeinflussen. Unser Bewusstsein schafft Realität, soll heißen, wir sind mehr im Hier und Jetzt, wenn wir bewusster durchs Leben gehen. Es gibt ein universelles Bewusstsein. Es besteht hauptsächlich aus Nichts. Die Welt ist das was ich von ihr denke. Das Nichts ist uns verborgen, doch es ist alles, was uns ausmacht. Es gibt keine Materie, sondern nur ein Gewebe von Energien, dem durch Geist und Bewusstsein Form gegeben wird. Wir denken, als existiert das Universum. Wenn ein Kranker fest davon überzeugt ist, daß er gesunden wird, so wird diese Information in sein Zellsystem eingreifen und den alten Gesundheitszustand tatsächlich wiederherstellen.

 

Heilung

Es ist keine Schande krank zu sein, aber es ist eine Schande nichts dagegen zu tun. Alles was ein Gefühl der Liebe fördert, der Intimität, der Verbundenheit und Gemeinschaft, heilt. Die Motivationsprobleme schalten ab, wenn keine Chance auf soziale Zuwendung besteht und sie springen an, wenn das Gegenteil der Fall ist, wenn Anerkennung und Liebe im Spiel ist. Nicht nur Personen, sondern auch Tiere, die gegen ihren Willen dauerhaft ausgegrenzt und isoliert werden, verlieren alles Interesse am Leben, verweigern die Nahrung, werden krank und sterben. Das natürliche Ziel der Motivationssysteme sind soziale Gemeinschaft und gelingende Beziehungen mit anderen Individuen, Zärtlichkeit und Liebe eingeschlossen, sondern alle Formen sozialen Zusammenwirkens. Wenn es nicht gelingt von anderen akzeptiert zu werden, Anschluß an eine Gemeinschaft zu finden oder wer von Verlust tragender Beziehungen bedroht ist, wird mit Aggression und Kampf antworten oder sich in Trauer und Depression erschöpfen. Nur der verwundete Arzt kann heilen, sagen die Griechen. Therapie führt nicht immer zur Heilung des Symptoms, aber sie kann  trotzdem zur Heil der Seele führen. 

 

Krankheit

Beziehungslosigkeit ist die Krankheit unserer Zeit. Krankheit empfinden wir oft als Niederlage, schambesetzt und wollen es nicht wahrhaben. Wir versuchen über Medikamente, durch gesunde Ernährung, Sport etc. die Krankheit wieder in Griff zu bekommen. Wenn wir nicht krank wären, würden wir gewiss weiter an der Oberfläche kratzen und leben und weiterhin unser Wesen verfehlen. In der Krankheit begegnen wir dem unverständlichen "Gott", der alle unsere Pläne durchkreuzt, diese müssen wir dann aufgeben, um uns dem wirklichen "Gott" zu überlassen. Wenn wir unser inneres Kind lieblos behandeln, werden wir abhängig von Dingen, Menschen oder Handlungen. Wir werden ängstlich, besorgt, depressiv, leiden unter Schmerzen, innere Leere, Bedürftigkeit, geringer Selbstachtung, einem unerträglichen Gefühl des Alleinseins, psychischer und physischer Krankheit. Das Eingestehen krank zu sein, rührt tief am Selbstwertgefühl, das ja auch mit Gesundheit, Fitness und gutem Aussehen verbunden ist. Kränkungen im Beruf entstehen, wenn Menschen Aufgaben übernehmen, die Ihnen keine Spaß machen, sie überfordern oder ihren Fähigkeiten nicht entsprechen. Wird uns Arbeit genommen, verlieren wir auch ein Stück Selbstbestätigung, weshalb Arbeitslosigkeit oder lang anhaltende Krankheit in ihrer Wirkung so negativ ist.

 

Erfahrung

Ich weiche meiner Schwäche und Ohnmacht nicht aus, sondern söhne mich aus mit meiner Lustlosigkeit und Leere und halte sie vor "Gott" hin, indem ich bete. Traurigkeit und Empfindlichkeit eingestehen. Es tut mir gut die Traurigkeit etc. zuzulassen und auch zuzugeben, solange bis ich die Wahrheit "Gottes" erkennen und spüren kann.

 

In unserer Gesellschaft ist es üblich, daß jeder, der einen Fehler macht, abtreten muß z.B. bei Politikern. Das führt dazu, daß wir Politiker heranzüchten, die nichts mehr wagen, weil sie Angst haben vor jedem Fehler den sie machen, der Ihnen die Karriere ruiniert. Der Alkoholiker sehnt sich nach einer konfliktfreien, heilen Welt oder menschliche Nähe. Alkohol ist der Versuch, die Suche nach einer heilen, konfliktfreien und brüderlichen Welt zu befriedigen.

 

Verantwortung

Wenn Eltern ihren Kindern einbloien sie seien etwas Besseres und das von sich auch noch denken, ist das extrem ungünstig. Freiheit geht nicht ohne Verantwortung. Das Leben stellt die Fragen an mich und ich habe die Aufgabe diese zu beantworten, also zu verantworten.

 

Sünde = Schuld und Scham

Hölle  = Trennung von "Gott", höhere Macht, innere Zerrissenheit, Verhärtung, Verbitterung, die innere Leere. Die Hölle ist in jedem Menschen da. 

 

"Man kann keine Physik machen ohne den Geist. D.h. der Beobachter beeinflusst das Experiment." (Werner Heisenberg) 

 

Beziehung und Begegnung

Gelingen heißt, daß man es selbst nicht machen kann, man kann  nur die Rahmenbedingungen herstellen, so daß es gelingen kann. Partnerschaft gelingt, Bildung gelingt, Beziehung gelingt und Gesundheit gelingt. 

 

In einer echten Begegnung geschieht immer Grenzüberschreitung, da etwas zwischen den Beteiligten hin und her fließt. Der Austausch setzt aber Grenzen voraus. Ich muß über meine Grenze wissen.

 

Eine Beziehung zum anderen wird nur möglich wenn ich ihn nicht bewerte.

 

 

Achtsamkeit

Achtsam zu sein ist keine Leistung, die wir uns erarbeiten können.

Wenn wir nicht glücklich und zufrieden sind, liegt es an der fehlenden Achtsamkeit.

Freude kostet nichts außer Achtsamkeit.

 

Es gibt keine hundertprozentige Achtsamkeit. Wir können aber durch mehr Bewußtheit unserer Selbst mehr Achtsamkeit erreichen. 

Es braucht nicht viel zum Glück, es braucht nur Achtsamkeit und Dankbarkeit für das was wir wahrnehmen.

 

 

Wachstum

 

Weiterentwicklung durch Wettbewerb stimmt einfach nicht. Konkurrenzdruck entwickelt nur das, wie man aus dem Druck rauskommen kann, die immer besser lernen, damit zurrechtkommen. Das ist keine Weiterentwicklung.

 

Akzeptanz

Es kann zu einer Last werden oder Stress auslösen, wenn wir glauben oder erwarten wir wäre wie ein Adler, wenn es doch unser Los ist wie eine Lerche zu singen oder wie ein Huhn zu gackern. Lass Dich nicht dazu verleiten jemand anders zu sein, als du selbst bist.

 

Erwartungen

 

Je höher die Erwartungen, desto tiefer die Enttäuschung. Je hartnäckiger die Erwartungen, desto größer die Verbitterung. Um zu finden dürfen wir nicht suchen. Erwartungen sind Liebestöter, sind Beziehungskiller sowie schwerer Egoismus und Selbstsucht.

 

Freude

"Ohne Freude an der der Arbeit gibt es keine Freude am Leben." (Tomas von Aquin)

 

Trauer beinhaltet viele Gefühle wie Schmerz, Angst oder Wut. Das Widererleben und zulassen dieser Gefühle macht frei, froh und liebesfähig. Die wahre Freude ist die Freude am anderen. Keep it simple, weniger Arbeiten, weniger Konsum, weniger Stress, Leben vereinfachen, weniger Technik, ehrenamtliche Arbeit, mehr Freunde, mehr Frieden im Innen und Aussen, Freiheit bringt mehr Lebensfreude und Zufriedenheit. 

 

 

Wenn die Seele gern im Leib wohnt, wenn ich bei mir selbst zu Hause bin, dann bin ich auch von Freude erfüllt. Freude ist Ausdruck des bewussten und erfüllten Lebens.

 

Indem ich anderen selbstlos eine Freude bereite, wächst auch in mir wieder die Freude im Leben. Das ist das innere Gesetz der Freude, die sich ausbreiten möchte, die zum anderen hinströmen möchte. Indem sie zu anderen hinfließt, fließt sie auch wieder zurück.

 

Liebe und Selbstliebe

Liebe heilt Wunden!

 

Ein freundschaftliches Verhältnis zu sich selbst ist notwendige Voraussetzung für ein Leben, aus dem man sich eine Tages aufrecht verabschieden kann, wenn man die Dinge wieder geradegerückt hat und Widergutmachung geleistet hat. Ein Mensch der mit sich in Kontakt und im Frieden ist, sucht nicht eine Beziehung, um etwas zu bekommen, sondern um andere zu Lieben, er hat etwas zu geben, wie er sich selbst liebt. Sich selbst lieben, sich selbst so anzunehmen wie man ist, ist eine der schwierigsten Aufgaben im Leben und die Voraussetzung für erfüllende Beziehungen. 

 

Liebe kennt keine Eifersucht, denn sie will nicht besitzen, sie will sich verströmen. Die Liebe begegnet uns, wenn wir ihr entgegenkommen uns sie suchen. Das Gleiche gilt für den Glauben. Alles was groß ist im Leben, lässt sich nicht greifen und fassen. Symbole der Liebe sind z.B. die Hand halten, sanfte Berührungen, ein Kuss, eine Umarmung. Das höhere Selbst ist ein Gefühl inneren Friedens, bedingungsloser Liebe und Bewusstheit. Andere zu lieben ist ein Akt der Selbstliebe, weil es mich glücklich macht und meine eigene Selbstachtung hebt. Jeder der mit Hunden oder Tieren lebt, hat bedingungslose Liebe erfahren. Es ist für Tiere einfacher, bedingungslos zu lieben, weil sie keine fest definierten Egos haben. Hunde sind völlig offen. Sie lassen es zu, daß wir ihren Schmerz sehen. Wer nicht liebt wird sauer, wer nicht genießen kann, wird selbst bald ungenießbar. Das innere Kind wird sich geliebt fühlen, wenn wir an ihm Interesse haben, seine Probleme verstehen und seine Schmerzen lindern wollen. Lieben bedeutet demnach sich selbst im anderen zu erkennen.

 

Wenn ich mich selbst mit meinen Wunden, Unvollkommenheiten annehme, mich also so liebe wie ich bin mit allen Unzulänglichkeiten, Schwächen und Stärken und mich nicht verurteile, dann vermag die Liebe meine Wunden heilen oder auch die Liebe meiner Liebsten kann mir dabei helfen, daß meine Wunden heilen, ich muß jedoch offen dafür sein und es auch annehmen. Es ist eine Gnade.

 

Leid und Schmerz

Unverarbeitetes Leid ruft neues Leid hervor. Wer nicht verzichten kann, muß leiden. Wer nicht loslassen kann oder will, muß seine Haut zu Markte tragen. Leid ist ein Lehrer von dem wir lernen können. Leid zerstört nicht, es tut nur weh und ich kann damit umgehen.

Anderen zu helfen, zu unterstützen macht zufrieden, anderen eine Freude bereiten, macht zufrieden. Man kann sich daran freuen, wenn der andere sich freut.

 

Reichtum

Ein Mann oder eine Frau ist so reich wie die Menge an Dingen, auf die er verzichten kann.

Wahrer Reichtum liegt in deinem Herzen und in deinem Geist.

"Der edle Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum." (Konfuzius)

   

Ernährung und Stimmung

 

Sonne, Yoga, Meditation, Joggen, Tanzen, Singen, Extremsport, Solarium wirken stimmungsaufhellend auf das Serotonin. Zu vermeiden sind zu viel Kochsalz, Kaffee und Fette, weil diese die Opioide abbauen.